Hallo Herr Ortner, danke für Ihren Kommentar bezüglich der Arbeit zur Identifizierung von Wissensbarrieren in einer Projekt-Teamarbeit. Ich stimme mit Ihnen überein, wenn Sie Meinungsumfragen alleine als Basis für wissenschaftliche Hypothesen und Grundsätze als nicht geeignet einstufen. Es sollte auch primär keine neuen Arten von Wissensbarrieren gefunden werden, sondern der Ansatz war ein anderer.
Als Referenz des Projektes galt eine Checkliste für Wissesnbarrieren in Teams, welche aus Inhalten der Fachliteratur zusammengestellt wurden, (siehe ersten Artikel). Somit sind alle aufgelisteten Antworten als Wissensbarrieren von den Autoren klassifiziert worden. Der Wortlaut wurde aufgrund der Absicht, ein Interview zu führen, etwas vereinfacht, um interviewte Personen, die mit dem Thema Wissensmanagement nicht vertraut sind, nicht zu überfordern.
Das Ziel war es herauszufinden, welche Wissensbarrieren in der Arbeit des Wertanalyseteams subjektiv wahrgenommen wurden. Insofern glaub ich, dass Sie mir zustimmen können, wenn ich sage, dass das Ergebnis der Interviews eine Überprüfung auf Vorkommen von klassifizierten Wissensbarrieren ist. Und zwar auf eine bestimmte Teamarbeit beschränkt.
Ich habe dann mit meiner Aussage am Schluss, dass organisatorische Rahmenbedingungen oft zu Wissenbarrieren führen können, das Ergebnis der Interviews als Untermauerung dessen gesehen, was ich öfters in der Literatur gelesen oder in der Praxis mitbekommen habe.
Ich möchte damit schließen, dass ich wiederhole, dass ich ganz bei Ihnen bin, wenn Sie sagen, dass Befragungsergebnisse alleine nur als Anregung oder Rohmaterial für's Nachdenken dienen. |