Hallo Manfred,
bezüglich den Erfahrungen zum Thema Wissensmanager kann ich von einem Pilotprojekt berichten, bei dem es darum ging FMEA (Anmerk. failure mode and effect analysis) als Methode zu praktizieren. Die Ergebnisse aus den einzelnen Projekten sollten nach Abschluss des Projektes neuen Projekten zur Verfügung gestellt werden. Damit dies kein unnötiger "Datenhaufen" wurde, wurde eine wissensrelevante Filterung von Experten für die Übernahme der FMEA Ergebnisse eines Projektes in ein Referenzsystem mit allgemeiner Gültigkeit vollzogen.
Zurückkommend auf den Wissensmanager kann ich hierzu sagen, dass eine Wissensmanagement Team die Rahmenbedingungen für die Wissensprozesse der "Erfahrungsabbildung" gestellt hat. Dazu gehörten ein Datensystem aufzubauen, FMEA Expertenrunden zu moderieren und die gefilterten allgemein relevanten Ergebnisse in das Referenzsystem einzupflegen. Das Wissen selbst und die qualitativen Entscheidungen stammten direkt von den Experten selbst, das Wissensmanagement Team war mit den Rahmenbedingungen, der Unterstützung bei der Vorgehensweise in Expertenrunden und bei der Pflege der Datenbank beschäftigt. Zusätzlich war es das Wissensmanagement Team, das für neue Projekte die Ergebnisse der FMEAs aus dem Referenzsystem bereitstellte und unter beiwohnen von fachkundigen Projektmitgliedern (Experten) ein Liste von relevanten Ansatzpunkten generierte.
Somit ist es hoffentlich verständlicher, wenn ich meine, dass der Wissensmanager (das Wissensmanagement Team) die Aufgaben:
die Aufnahme
die Weitergabe
die Be- und Verarbeitung und
das gezielte Auffinden
von Wissen, hat, aber nur in der Instanz als Bereitsteller von Rahmenbedingungen und als Unterstützer bei der Anwendung von Wissensmanagemet Tools. Ein zentrales, alleiniges verwalten von Wissen ist von einer Person (kleines Team) natürlich nicht möglich, da die Mitarbeiter der Unternehmung zusätzlich über implizites, nicht explizierbares Wissen verfügen, welches der Wissensmanager nie zur Gänze erfassen kann.
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